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09.09.26 –
Wie können wir Mobilität im ländlichen Raum verbessern? Welche Angebote funktionieren bereits gut – und wo besteht dringender Handlungsbedarf? Über diese und viele weitere Fragen haben wir bei unserer Podiumsdiskussion zum Thema „Mobilität im ländlichen Raum“ am 8. September im Gemeindehaus St. Matthäus in Melle diskutiert.
Mit fast 40 interessierten Gästen war die Veranstaltung sehr gut besucht. Das hat uns einmal mehr gezeigt, wie wichtig das Thema Mobilität für die Menschen in Melle und seinen Ortsteilen ist.
Auf dem Podium diskutierten Landrätin Anna Kebschull, unser Bürgermeisterkandidat Michael Pischedda, Ann-Kathrin Kressmer vom Jugendparlament der Stadt Melle, Annette Twenning von Melle for Future und Peter Schubert vom ADFC. Gemeinsam betrachteten sie Mobilität aus ganz unterschiedlichen Perspektiven.
Anna Kebschull berichtete von ihrer Arbeit als Landrätin und den Entwicklungen beim öffentlichen Nahverkehr im Landkreis Osnabrück. Dabei ging es sowohl um Erfolge als auch um Projekte und Entwicklungen, bei denen die gesteckten Ziele bislang nicht erreicht werden konnten.
Besonders deutlich wurde an diesem Abend, dass Mobilität im ländlichen Raum weit mehr bedeutet als die Frage, wie man von A nach B kommt. Sie entscheidet auch darüber, wie gut Menschen am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können.
Ann-Kathrin Kressmer schilderte dazu die Situation junger Menschen in Melle. Wer in einem weiter von der Innenstadt entfernten Ortsteil lebt und noch kein eigenes Auto fahren kann, ist besonders auf einen funktionierenden ÖPNV angewiesen. Wenn ein Bus teilweise nur einmal am Tag eine Verbindung in die Stadt ermöglicht, schränkt das die Möglichkeiten junger Menschen erheblich ein.
Auch Michael Pischedda, Annette Twenning und Peter Schubert beleuchteten die aktuelle Situation in Melle aus ihren jeweiligen Blickwinkeln. Dabei ging es um bestehende Angebote ebenso wie um die Frage, was wir künftig besser machen können.
Ein Thema zog sich dabei durch die Diskussion und auch durch zahlreiche Fragen aus dem Publikum: Lütti.
Der Rufbus wird von vielen Menschen angenommen und hat sich als wichtiger Baustein für eine flexiblere Mobilität im ländlichen Raum erwiesen. Aus unserer Sicht ist deshalb klar: Ein solches Angebot sollte erhalten bleiben und weiterentwickelt werden.
Wie eine Zukunft für Lütti aussehen und wie ein solches Angebot langfristig ermöglicht werden könnte, erläuterten unsere Landrätin Anna Kebschull und Alfred Rehuis von den Grünen ausführlich.
Gleichzeitig wurde in der Diskussion deutlich, dass ein Rufbus allein die Herausforderungen nicht lösen kann. Wir brauchen einen ÖPNV, der die unterschiedlichen Ortsteile verlässlich miteinander verbindet und den Menschen echte Alternativen zum eigenen Auto bietet.
In einem Punkt bestand auf dem Podium große Einigkeit: Beim öffentlichen Nahverkehr in Melle gibt es weiterhin viel zu tun.
Gerade in einer Flächenstadt wie Melle brauchen wir Lösungen, die zu den unterschiedlichen Bedürfnissen der Menschen passen. Jugendliche müssen ihre Schule, Freizeitangebote und Freundinnen und Freunde erreichen können. Ältere Menschen brauchen Möglichkeiten, auch ohne eigenes Auto selbstständig mobil zu bleiben. Pendlerinnen und Pendler benötigen verlässliche Anschlüsse. Und Bus, Bahn, Fahrrad und flexible Angebote müssen besser zusammengedacht werden.
Die vielen Fragen und Beiträge aus dem Publikum haben die Diskussion zusätzlich bereichert. Genau dieser Austausch ist uns wichtig: nicht nur über Mobilität zu sprechen, sondern gemeinsam mit den Menschen vor Ort darüber zu diskutieren, welche Lösungen Melle tatsächlich braucht.
Wir bedanken uns herzlich bei allen Gästen auf dem Podium sowie bei den fast 40 Besucherinnen und Besuchern für einen interessanten, offenen und informativen Abend.
Für uns war die Veranstaltung zugleich der Auftakt zum Endspurt unseres Kommunalwahlkampfs. Am 13. September wird gewählt – und wir wollen auch danach gemeinsam daran arbeiten, Mobilität in Melle besser, verlässlicher und für alle zugänglich zu machen.
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