BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Stadtverband Melle

Kommunalwahlprogramm 2026

Wir, Bündnis 90/Die Grünen Melle, verstehen unsere Stadt als einen Ort, an dem ökologische Verantwortung, soziale Gerechtigkeit und wirtschaftliche Vernunft untrennbar zusammengehören.

Unser Ziel ist es, Melle zu einer inklusiven und zukunftsfähigen Stadt weiterzuentwickeln, die konsequent Klimaschutz betreibt, ihre natürlichen Lebensgrundlagen bewahrt und zugleich finanziell klug handelt, sowie die nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung fördert. Dabei setzen wir auf eine bürgernahe Politik mit Vorbildcharakter: transparent im Handeln, fair im Miteinander und nachhaltig in jeder Entscheidung.

Eine sichere und saubere Energieversorgung bildet das Fundament unserer Zukunftsstrategie. Deshalb treiben wir den Ausbau erneuerbarer Energien wie Photovoltaik, Windkraft, Biogas und Geothermie entschlossen voran und stärken dezentrale Strukturen, die Versorgungssicherheit und regionale Wertschöpfung miteinander verbinden. Unser Weg zur Klimaneutralität ist klar strukturiert. Mit einer Zwischenbilanz im Jahr 2031 und einem verbindlichen Fahrplan bis 2040 schaffen wir Verlässlichkeit durch konkrete Etappen und überprüfbare Ziele.

Gleichzeitig schützen wir unsere Naturräume als kostbares Gut für kommende Generationen und fördern Kultur und Soziales als Ausdruck unserer Identität. Wir denken Versorgung, Wärme, Strom, soziale Infrastruktur und Mobilität ganzheitlich, damit sie barrierefrei, bezahlbar und für alle zugänglich sind. So entsteht eine Stadt, die Teilhabe ermöglicht und Lebensqualität sichert.

Unsere Politik steht auf einem soliden finanziellen Fundament. Wir wirtschaften verantwortungsvoll, nutzen Fördermittel strategisch und steuern öffentliche Mittel mit Weitblick. Dabei achten wir auf faire Abgaben und nachvollziehbare Gebührenstrukturen, um die Belastungen für Bürger*innen so gering wie möglich zu halten. Mit notwendigen Investitionen und klarer Kommunikation schaffen wir Vertrauen und gestalten Melle als lebenswerte Stadt – heute, morgen und in der Zukunft.

# Melle schützen

Klimaschutz – Umwelt – Natur - Wasser

Die Erde, auf der wir leben, gibt uns das, was wir zum Leben brauchen. Wir müssen sie schützen. Wir wollen den nächsten Generationen eine Umwelt hinterlassen, in der es sich gut und sicher leben lässt. Der Klimawandel wird uns vor größte Herausforderungen stellen! Den Klimawandel zu verlangsamen und so früh wie möglich zu stoppen, ist unser dringlichstes Ziel, dafür stärken wir die Klimaresilienz vor Ort. Doch auch das Artensterben bedroht unsere Lebensgrundlagen, leise, schleichend und nicht weniger gefährlich.

1. Klimaschutz

  • Konsequente Reduktion des CO2-Fußabdrucks der städtischen Gebäude und des Fuhrparks unter Verwendung von Ökostrom
  • Mit Förderungen und Beteiligungen an lokalen Erneuerbaren-Energie-Projekten sichern wir die Wertschöpfung in unserer Region

2. Natur-, Umwelt- und Artenschutz

  • Im Rahmen des Niedersächsischen Weges naturnahe Ufer für Fischotter und Biber mit breiter Akzeptanz aller Interessengruppen fördern
  • Insektenfreundliche Lebensräume auf Freiflächen-PV-Anlagen
  • Förderung von Hecken und Blühstreifen an Wegrändern
  • Kommunale Verpackungssteuer auf Einwegverpackungen
  • Minimierung von Lichtverschmutzung

3. Wasser

  • Grundwasserschwund, Starkregen, Dürren und Hochwasser erfordern neue Konzepte zum Beispiel Regenwasserrückhaltung durch Zisternen
  • Umdenken beim Wassermanagement. Das Motto „Das Wasser muss weg!“ ist überholt – lernen von erfolgreichen Kommunen
  • Trinkwasserverfügbarkeit ausbauen und -qualität erhalten

Und was heißt das konkret für Melle?

  • Intensive Begleitung des Unterhaltungsverband „Else 29“ (zuständig für fließende Gewässer) bei der Erstellung des jährlichen Unterhaltungsplans
  • Umsetzung aller geltenden Leitlinien für Gewässer und Uferbereiche, Ausnahmegenehmigungen auf ein Minimum reduzieren
  • Finanzielle, personelle und fachliche Unterstützung der Gewässerunterhaltung ermöglicht die Anpassung an zukünftige Anforderungen
  • Klimaangepasstes Wassermanagement und naturnahe Gewässerhabitate
  • Erhalt von Hecken, konsequente Nachpflanzung von Bäumen
  • Kostenlose Energieberatung beibehalten, Förderung von naturgerechten Gärten

# Zusammen für Melle

Priorisierung von Bildung und Pflege - Starke Vereine - kulturelles Leben

Wir stehen für eine starke Gemeinschaft und eine lebenswerte, vielfältige Stadt für alle Generationen, in der Bildung, Gesundheit, Jugend, Sport, Kultur, Tourismus, das Vereinswesen und der soziale Zusammenhalt gefördert werden. Ein lebendiges Kulturangebot und unsere Stadtfeste bereichern zudem das Leben in Melle. Sie fördern Begegnungen, stärken den Zusammenhalt und bieten Raum für Kreativität und Engagement. Unsere Innenstadt soll attraktiv und zukunftsfähig sein. Dazu gehören ein vielfältiger Einzelhandel, eine starke Gastronomie sowie ein einladender öffentlicher Raum mit Grünflächen, Spielmöglichkeiten und hoher Aufenthaltsqualität. Für unsere Kinder ist Bildung der Schlüssel zu einem selbstbestimmten Leben und zur aktiven Teilhabe an der Gesellschaft und im Beruf. Deshalb treiben wir die nachhaltige Sanierung und Weiterentwicklung unserer Schulen und Kitas konsequent voran. Wir schaffen mit moderner, hochwertiger Ausstattung sowie ansprechenden Außenbereichen Lernorte, wo sich Kinder wohlfühlen und entfalten können.

1. Bildung

  • Mit den Schulen ein flexibles und abwechslungsreiches
  • Ganztags-Angebot umsetzen, mit Förder-, Sport und Kreativ-Angeboten
  • Eine gute, inklusive und verlässliche Ferienbetreuung
  • Bedarfsgerechte Krippen- und Kitaplätze
  • Gute Personal- und Arbeitsplatzausstattung mit qualifizierten
  • pädagogischen Fachkräften fördern
  • Förderung und Unterstützung von Programmen der Volkshochschule,
  • besonders Sprachkurse

2. Gesundheit und Pflege

  • Tages- und Kurzzeitpflegeplätze in allen Stadtteilen ausbauen, auch für Kinder und junge Erwachsene
  • Grundversorgung in allen Ortsteilen
  • (Lebensmittel, Apotheke, Arzt, Geldautomat)
  • Netzwerkarbeit des öffentlichen Gesundheitsdienstes ausweiten
  • Sozialpsychiatrischen Dienst stärken
  • Integrationsbeiräte und -beauftragte stärken
  • Pflegeprävention fördern und selbstbestimmtes Leben zu Hause
  • so lange wie möglich ermöglichen
  • Förderung, Unterstützung und Integration von
  • Pflegefachpersonal mit Migrationshintergrund
  • Unterstützung und Stärkung von Palliativversorgung und
  • Hospizarbeit in Melle
  • Förderung und Unterstützung von Beratungsstellen für notleidende
  • Menschen, Beratung in Schuldsituationen und Suchtberatung
  • Bürger*innen transparent über Leistungen informieren und
  • bei der Beantragung unterstützen
  • Unterstützung für Menschen mit Behinderung

3. Kinder und Jugend

  • Inklusive Lernorte weiterentwickeln
  • Offene Jugendarbeit und Jugendtreffpunkte, auch in den Stadtteilen,
  • personell und konzeptionell unterstützen

4. Sport und Vereinswesen

  • Förderung von kleinen Sportanlagen
  • (z.B. Volleyball, Boule, Pumptrack, Padel-Courts)
  • Qualitative Freizeit-, Beratungs- und Unterstützungsangebote
  • für Kinder, Jugendliche und Familien
  • Freibäder erhalten, sanieren und mit PV/Wärmekollektoren ausstatten
  • Vereine nach städtischem Sportstättenförderprogramm weiterhin
  • vielfältig unterstützen
  • Heimat- und Verkehrsvereine, Chöre, Laientheater, Heimatstuben
  • und Nachbarschaftsnetzwerke unterstützen

5. Kultur und Tourismus

  • Stadtfeste unterstützen und weiterentwickeln
  • Kunsthandwerk unterstützen, Ausstellungen und Vernissagen ermöglichen
  • Erinnerungskultur pflegen
  • Innenstadt und Ortskerne attraktiv halten für Einzelhandel und Gastronomie, Außengastronomie und Straßen Cafés ermöglichen
  • Melle als Ausflugsziel für Fahrradtourismus entwickeln

Und was heißt das konkret für Melle?

  • Grundschulen wie z.B. die GS Eicken, GS Buer zügig sanieren
  • Berufsorientierung und enge Zusammenarbeit mit der lokalen Wirtschaft, Landwirtschaft und dem Handwerk fördern, zum Beispiel mit dem Berufsorientierungszentrum und Kooperationen mit der Berufsbildenden Schule
  • Die Bibliothek als wichtigen Bildungs- und Begegnungsort weiter stärken
  • Pflege-Tische etablieren, um alle Beteiligten in der Kommune zusammenzubringen
  • Haushaltsmittel für soziale Einrichtungen verstetigen/erhöhen
  • Jugendparlament, -foren und -vertretungen unterstützen, langfristig Jugendklimarat einführen
  • Das Sanierungsprogramm für Sporthallen gemäß unserer Prioritätenliste fortführen
  • Rathaustreppenkonzerte fortsetzen
  • Theater am Schürenkamp sanieren und bedarfsgerecht ausbauen
  • Kunst- und Kulturkarte unterstützen und erweitern
  • Nachhaltige Wohnmobilstellplätze in allen Stadtteilen/Standorten entwickeln/gestalten/ausweisen
  • Böllerverbotszonen als geschützte Rückzugsorte für Mensch und Tier und umweltfreundliche Alternativen zum privaten Feuerwerk, z.B. eine Drohnenshow für alle
  • Förderung und Unterstützung von kostenlosen Schwimmkursen für Kinder und Ferienbetreuung, kostenloser Schwimmbadbesuch für Grundschulkinder
  • Seniorenpass für Unterstützung bei geringer Rente

# Melle baut Zukunft

Lebenswerter Wohnraum - Klimagerechtes Bauen - Starke Gemeinschaft.

Melle wächst, aber nicht um jeden Preis. Unser Leitbild „Zusammenleben in Melle – Vielfalt anerkennen, Teilhabe ermöglichen“ gilt auch für die Stadtentwicklung. Wir setzen auf Innen vor Außen, Sanieren statt Neubau und Grün statt Grau. Bezahlbarer Wohnraum für alle, klimaneutrale Quartiere und eine widerstandsfähige Infrastruktur (z.B. leistungsfähige Feuerwehr) sind die Säulen unserer Strategie. Bauprojekte gestalten wir beteiligungsorientiert, barrierefrei und mit klaren ökologischen Standards.

1. Wohnen

  • 25% Sozialwohnungsquote in Neubaugebieten, Leerstand aktivieren
  • Innenentwicklung durch Nachverdichtung priorisieren, Baulückenschluss, Umwandlung von Einzelhandelsflächen
  • Alternative Wohnformen z.B. „Jung kauft Alt“-Modelle,
  • Mehrgenerationenhäuser, barrierefreie WG-Projekte
  • Schutzräume in öffentlichen Gebäuden (z. B. Stadthaus),
  • Wohnungslosenhilfe mit Fokus auf Frauen

2. Klima & Infrastruktur

  • Ergebnisse der Kommunalen Wärmeplanung kommunizieren,
  • Solar-/Wärmepumpen-Pflicht für Neubauten/Sanierungen
  • Begrünung von Lärmschutzwänden, torffreie Kommune,
  • ökologische Materialien in Bauprojekten bevorzugen
  • Kläranlagen energieautark aufstellen
  • Trinkwasserverbund zusammen mit anderen Kommunen ausbauen
  • Barrierefreie Haltestellen, sichere Radwege

3. Sicherheit & Gemeinschaft

  • Bedarfsgerechte Ausrüstung der Feuerwehren sicherstellen, Weiterbildung und Ehrenamt fördern (Jugendfeuerwehren, THW)
  • Jährlicher Katastrophenschutztag in Kooperation mit Rettungs- und
  • Hilfsdiensten, Technischem Hilfswerk und Feuerwehren
  • Mobile Retter-App bekannt machen, AED-Standorte (Automatischer Externer Defibrillator) ausbauen und bekanntmachen, Schutzräume in öffentlichen Neubauten schaffen
  • Generationenbegegnungsstätten, Erste-Hilfe-Kurse in Schulen,
  • Unterstützung für Demokratieprojekte

Und was heißt das konkret für Melle?

  • Ökologische Leitlinien konsequent anwenden (z. B. 100% PV auf städtischen Neubauten), Grundsteuer C auf unbebaute, aber baureife Grundstücke erheben
  • Bürger*innen früh in Planungsprozesse einbinden (z. B. Stadthaus, Gewerbegebiete), einfache Sprache in Beteiligungsformaten
  • Wohnungslosenberatung ausbauen, barrierefreie Spielplätze und
  • öffentliche Toiletten, inklusive Gestaltungsräume
  • Feuerwehr wertschätzen und Förderung ihrer ehrenamtlichen Arbeit
  • Pilotprojekte für klimaneutrale Quartiere, autofreie Siedlungen und urbanes Grün (z. B. „Essbare Stadt“)

# Melle bewegt

Für eine Mobilität, die alle Menschen sicher zusammenbringt!

Die Menschen in Melle wissen, wo es Verbesserungspotential und Gefahrenstellen auf Melles Straßen und Wegen gibt. Deshalb beziehen wir sie als mündige Bürger*innen mit in die Entscheidungen ein. Angebote für den Individualverkehr mit dem Rad und dem Auto werden pfiffig und ökologisch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln kombiniert und dem Bedarf anpasst. Die Verkehrswege werden barrierefrei gestaltet, damit alle am gesellschaftlichen Leben teilhaben können.

Wir werden den Verletzlicheren unter uns Verkehrswege bieten, die ein sicheres Erreichen der Kindergärten, Schulen und Seniorenheimen und allen anderen öffentlichen Zielen ermöglicht. VISION ZERO und COLLISION ZERO sind unsere Ziele, damit keine Unfälle und Zusammenstöße im Verkehr mehr vorkommen.

1. Individualverkehr

  • Konsequente Ausweisung von Fahrradstraßen
  • Schulstraßen einrichten, sodass Elterntaxis unnötig werden
  • Verkehrssicherheit, auch baulicher Art, an Kindergärten, Schulen,
  • Seniorenheimen und öffentlichen Gebäuden erhöhen
  • Flächendeckend gesicherte Fahrradabstellmöglichkeiten

2. ÖPNV

  • On-Demand-Verkehr sicherstellen und weiterentwickeln
  • Gemeinde übergreifende Verkehrsnetze fördern
  • Elektrifizierung der Busse in Melle und Ladestationen einrichten
  • Die Anbindung des Zentralen Omnibusbahnhofs (ZOB)
  • an den Bahnhof entwickeln

3. Elektromobilität

  • Städtischer Fuhrpark wird konsequent elektrifiziert
  • Bedarfsgerecht Ladesäulen in der Innenstadt und allen Stadtteilen fördern – priorisiert werden unterversorgte Gebiete ohne öffentliche Ladepunkte

Und was heißt das konkret für Melle?

  • „Tempo 30“ im gesamten Stadtgebiet
  • Lütti weiterentwickeln und bewerben
  • Unfallträchtige Orte konsequent entschärfen
  • Schulwege (inkl. Rad und Fußwege) werden im Winterdienst priorisiert
  • Direkte Demokratie Dialoge mit Eltern, Schulen und Verkehrsvereinen fördern und begleiten
  • Radverkehrskonzept umfänglich und zeitnah umsetzen
  • Barrierefreiheit in der Innenstadt und den Ortsteilen
  • Verkehrspolitische Forderungen von Vereinen und Bürger*innen werden wertgeschätzt, geprüft und bei Bedarf in den politischen Diskurs eingebracht

# Melle investiert

Lokale Stärke. Klimagerechte Investitionen. Transparente Verwaltung.

Melle ist eine Stadt mit innovativen Betrieben, starker Landwirtschaft und einer Verwaltung, die zukunftsfähig handeln muss. Wir setzen auf solide Finanzen, faire Steuern und eine Wirtschaft, die ökologisch und sozial Verantwortung übernimmt. Lokale Wertschöpfung, digitale Teilhabe und eine unabhängige Energieversorgung sind unsere Hebel, um Melle widerstandsfähiger zu machen – für Generationen.

1. Wirtschaft und Finanzen

  • Klimafreundliche Investitionen fördern, Fördertöpfe nutzen, ökologische Landwirtschaft stärken (z. B. Agri-PV, Bio-Kreislaufwirtschaft)
  • Regionale Wirtschaftskreisläufe ausbauen durch ökologische Lebensmittel in Kantinen, Unterstützung von Bauernläden und Erzeugerzusammenschlüssen
  • Hebesätze für Grund- und Gewerbesteuer bedarfsgerecht festlegen, Leerstände bekämpfen, bedarfsgerechte Gewerbegebiete ausweisen, aktive Anwerbung neuer Betriebe, die den derzeitigen Branchenmix verbessern

2. Energie und Klimaresilienz

  • Lokale Energieprojekte durch Bürgerenergiegenossenschaften vorantreiben, Wind/PV/Wärme mit lokaler Handwerksbeteiligung
  • Unsere Wälder klimastabil umforsten als natürliche CO₂-Speicher
  • Kommunales Programm zur Abfallvermeidung mit Anreizen für Unternehmen und Haushalte
  • Synergien zwischen Landwirtschaft, Handwerk, Vereinen, Ehrenamt und der Recyclingwirtschaft nutzen

3. Digitalisierung und Verwaltung

  • Glasfaserausbau als Standortfaktor weiter priorisieren, öffentliche WLAN-Hotspots einrichten
  • Digitale Services vereinfachen, Zentrale App für Bürgerservices, maschinenlesbare Daten, einfache Sprache, mehrsprachig
  • Open Source und KI nutzen, um IT-Unabhängigkeit und Kostensenkungen zu erreichen

Und was heißt das konkret für Melle?

  • Pop-up-Stores für nachhaltige Start-ups, Co-Working-Spaces
  • Soziale/ökologische/lokale Kriterien bei Ausschreibungen priorisieren
  • Lokale Energieprojekte (Wind/PV/Wärme) stärken, z.B. durch Direktleitungen zu Industrie- oder Gewerbeunternehmen
  • Digitalisierung beschleunigen, Verwaltungsprozesse vereinfachen (z. B. Online-Anträge in 24h), digitale Kompetenz der Mitarbeitenden ausbauen
  • Klimanetzwerk dauerhaft unterstützen
  • „StadtLand.Funk“ ausbauen und nutzen
  • Parkraumkonzept mit Einnahmen für kommunale Projekte (z. B. Radinfrastruktur)
  • Bestehende Vorgaben und Vorschriften konsequent umsetzen und finanzielle Mittel zur Überprüfung bereitstellen
  • Entwicklung des Gewerbegebietes „Grüne Kirchbreede“ vorrangig für Meller Betriebe

 

# Ein Melle für alle

Demokratie stärken. Vielfalt leben. Teilhabe ermöglichen.

Melle ist eine vielfältige Stadt mit starken Ortsteilen, engagierten Bürger*innen und einer lebendigen Zivilgesellschaft. Das bestehende städtische Leitbild „Zusammenleben in Melle – Vielfalt anerkennen, Teilhabe ermöglichen“ verstehen wir als Auftrag, diesen Anspruch mit konkreten Maßnahmen zu füllen und weiterzuentwickeln. Wir stehen auf gegen Hass und Hetze, für ein anständiges Miteinander, auch im politischen Diskurs. Rassismus, Extremismus und jede Form von Diskriminierung haben in unserer Stadt keinen Platz.

1. Demokratie, Beteiligung und politische Kultur

  • Transparenz über politisches Handeln und nachvollziehbare Entscheidungen

  • demokratische Bildung, politische Aufklärung und Medienkompetenz, um Desinformation entschieden entgegenzutreten

  • eine respektvolle Debattenkultur, in der unterschiedliche Meinungen gehört und sachlich diskutiert werden

2. Teilhabe, Gleichberechtigung und Antidiskriminierung

  • Gleichstellung als Norm und Förderung der gleichberechtigten Repräsentation aller Geschlechter und Bevölkerungsgruppen in Politik, Verwaltung und öffentlichen Einrichtungen. Mit unseren eigenen Frauen- und Vielfalts-Statuten gehen wir hier schon seit Jahrzehnten voran.

  • Schutz vor jeglicher Diskriminierung und Gewalt sowie für selbstbestimmte Lebensentwürfe

  • Mitsprache- und Gestaltungsräume für Kinder, Jugendliche, Familien, Senior*innen sowie Menschen mit Behinderungen

  • Wir stehen positiv zur geschlechtergerechten Sprache und fördern deren konsequente Nutzung

3. Integration, Migration und Zusammenleben

  • Echte Bleibeperspektiven für Zugewanderte

  • Förderung von Bildung und Spracherwerb als Schlüssel zur gesellschaftlichen und beruflichen Teilhabe

  • Unterstützung ehrenamtlicher Geflüchtetenarbeit und lokaler Integrationsinitiativen

Und was heißt das konkret für Melle?

  • Städtische Informationen müssen digital, barrierefrei, leicht verständlich und in mehreren Sprachen verfügbar sein

  • Die Bürgerbüros für analoge, auch terminfreie Beratungen sollen erhalten bleiben

  • Ausbau von Dialogen zur direkten Demokratie durch Stadtteilforen und Erweiterung von digitalen Beteiligungsformaten

  • Stärkung des Ehrenamts als tragende Säule des gesellschaftlichen Zusammenhalts zum Beispiel durch Ausbau der Aufgaben und Ressourcen der Ehrenamtsbeauftragten

  • Förderung von Demokratie-, Beteiligungs- und Vielfaltsprojekten sowie von Frauen- und Gleichstellungsnetzwerken, insbesondere für Vereine, Initiativen und Bildungseinrichtungen, zum Beispiel Demokratiefest, Klimafest

  • Aufbau einer unabhängigen kommunalen Antidiskriminierungsstelle als Anlauf- und Beratungsstelle

  • Kostenlose Hygieneartikel, barrierefreie und geschlechtsneutrale Toiletten und Umkleiden in öffentlichen Einrichtungen und weiterführenden Schulen

  • Sichtbares Bekenntnis zu Vielfalt, z. B. durch das Hissen der Regenbogenflagge

  • Intensivere Einbeziehung von Senioren- und Behindertenbeirat, sowie des Jugendparlaments an politischen Entscheidungsprozessen

  • Errichtung von offenen Begegnungsräumen zur Förderung des gegenseitigen Verständnisses

  • Platz der Demokratie im Grönenbergpark, als kleine Freilichtbühne mit Sitzreihen aus Stein für kleine Veranstaltungen ohne große Hürden

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