
Anlässlich der Konferenz "Zu gut für die Tonne - Strategien gegen die Lebensmittelverschwendung"...

Der Pressesprecher Michael Schroeren teilt mit: Die Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen hat...

Die Obfrauen der Oppositionsfraktionen Ute Vogt (SPD), Dorothee Menzner (Die Linke) und Sylvia...

Zu den heute veröffentlichten Ausbildungsmarktzahlen erklärt Kai Gehring, Sprecher für...
Die neu gegründete Anti-Atom-Gruppe wird organisiert von Ursula Thöle-Ehlhardt und Anna-Margaretha Stascheit.
Kontakt unter: uschi.thoele@gruenemelle.de oder anna.stascheit@gruenemelle.de





Am 11. März erschütterte ein schweres Erdbeben den Meeresboden vor der Ostküste Japans. Als Folge entwickelte sich eine Unfallserie, die gleichzeitig in den Kernreaktoren der Kraftwerksblöcke 1 bis 3 (Kernschmelzen) des Atomkraftwerkes Fukushima 1 und den Abklingbecken der Blöcke 2 bis 4 ablief. Sie führte zu einer erheblichen radioaktiven Kontamination von Luft, Böden, Wasser und Nahrungsmitteln in der land- und meerseitigen Umgebung. Ungefähr 100- bis 150.000 Einwohner mussten das Gebiet verlassen. Hunderttausende in landwirtschaftlichen Betrieben zurückgelassene Tiere verhungerten.
Aufgrund der Menge an freigesetzten radioaktiven Stoffen ordnete die japanische Atomaufsichtsbehörde die Ereignisse nach langem Zögern und nach einer katastrophalen Öffentlichkeitsarbeit auf der Internationalen Bewertungsskala für nukleare Ereignisse mit der Höchststufe 7 („katastrophaler Unfall“) ein. Vier von sechs Reaktorblöcken des Kraftwerks wurden durch die Unfälle zerstört – und bislang läuft die Kernschmelze unvermindert weiter und ist nicht zu stoppen.
Die Auswirkungen des Super-Gaus sind bis in die Millionenmetropole Tokio zu spüren, wo erhöhte Radioaktivität im Trinkwasser mittlerweile nachweisbar ist.
Auch in Melle haben wir seit dem 14. März mit Mahnwachen am Rathaus an jedem Montag um 18.00 Uhr der Opfer in Japan gedacht – der vielen Menschen, die Angehörige, ihre Häuser, ihren ganzen Besitz, einen Großteil ihres Lebens verloren haben – und die weiterhin vor einer ungewissen Zukunft stehen. Viele BürgerInnen aus Melle haben an jedem Montag auf unterschiedlichste Weise ihre Betroffenheit zum Ausdruck gebracht: Gesang, Trommeln, Tanzen, Reden, Diskussionen, Gestalten eines Anti-Atom-Baums, Foto-Aktionen, Sammeln von Unterschriften, Schweigeminuten, Niederlegen von weißen Blumen und Anzünden weißer Kerzen – viel tiefe Solidarität!