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Die Landtagsabgeordnete Filiz Polat besuchte gemeinsam mit den Grünen Frauen aus Melle, Ursula Buermeyer (Ratsfrau), Silke Meier (Kreistagsmitglied) und Ursula Thöle-Ehlhardt (Kandidatin für die Kommunalwahl und Kreisvorstandsmitglied) im Fastenmonat Ramadan die Mimar-Sinan-Moschee in Melle-Mitte. Die Moschee gehört zu DITIB, der türkisch-islamischen Union.
Zunächst gab es eine sehr informative Führung durch die Räume der Moschee, unter fachkundiger Führung von Sultan Bostan, die gerade ihr Abitur bestanden hat.
Es war ein besonderer Tag, an dem der Besuch stattfand. Nicht nur, weil wir uns im Fastenmonat Ramadan befinden, sondern weil am 25. August diesen Jahres die islamische Welt die "Kadir gecesi" (türkisch), die "Kadir-Nacht" begeht. Die “Kadir gecesi” ist eine besondere Nacht zum Ende des heiligen Fastenmonats Ramadan. Sie fällt, je nachdem wie lange der Ramadan dauert, auf den 26. oder 27. Tag des Mondmonats. In dieser Nacht wurden dem Propheten Mohammed durch den Erzengel Gabriel zum ersten Mal Suren des Koran offenbart. In der Meller Moschee fand anlässlich dieses Tages für die Frauen der Stadt eine Predigt statt, an der fast 50 Frauen teilnahmen. Die Religionsbeauftragte erklärte im Rahmen ihrer Predigt die Hintergründe der "Kadir gecesi" und rezitierte aus der entsprechende Sure.
In der 97. Sure “Al-Qadr” heißt es im Koran:
“Wir haben ihn wahrlich in der Nacht des Schicksals herab gesandt. Und was lässt dich wissen, was die Nacht des Schicksals ist? Die Nacht des Schicksals ist besser als tausend Monde. In ihr kommen die Engel und der Geist mit ihres Herrn Erlaubnis herab, mit jeglichem Auftrag. Frieden ist sie bis zum Anbruch der Morgenröte.”
Die Religions-Beauftragte hat mehrfach auf die besondere Bedeutung dieser Nacht verwiesen. Sie sei mit Gottesdiensten zu verbringen. Generell solle man in der Kadir-Nacht beten, den Koran lesen, seine Sünden bereuen und Bittgebete sprechen.
Anschließend wurde noch aus dem Buch Imam Gazali vorgetragen.
Während des traditionellen Fastenbrechens am Abend bei Sonnuntergang ergaben sich viele muntere Gespräche zwischen den türkischen Frauen und ihren Gästen – zudem waren die Tische reichlich gedeckt mit den traditionellen Speisen. Auffällig war das Interesse vieler, mehr über die Möglichkeiten zu erfahren, wie man/frau Politikerin wird und welche Themen gerade die Frauen besonders betreffen. Daraus entstanden Ideen für weitere Treffen und Einladungen für Informationsveranstaltungen.
Ursula Thöle-Ehlhardt